Saarkohlenwald
Der Saarkohlewald erstreckt sich von Saarbrücken bis nach Neunkirchen und ist für die Bewohner der Hauptstadt ein beliebtes Ausflugsziel.
Er präsentiert sich als relativ flaches, bewaldetes Bergland mit einer hohen Reliefenergie. Seinen Namen hat er durch die für die Montanindustrie wichtige Abholzung erhalten. Um die Eisen- und Glashütten des Saarlandes zu betreiben oder den Abbau von Kohle zu ermöglichen wurde das Holz des Waldes verwendet. Nach dem Ende des Bergbaus hat sich der Wald wieder regeneriert. Im Saarländischen Bergbaumuseum in Bexbach wird die Geschichte des Bergbaus und des Lebens unter Tage lebendig. Neben Waschkaue, Verlesepult und Lampenstube wird die Geologie des Saarlandes anhand von Karten und Exponaten erläutert. In Neunkirchen finden sich noch heute die Stummsche Reithalle und das Alte Hüttenareal. Arbeiteten und lebten hier früher tausende Bergarbeiter, erfreuen sich die Industrierelikte heute durch das angesiedelte Gastronomieangebot einer regen Beliebtheit. Hinzu kommen hochwertige kulturelle Veranstaltungen, die durch die historische Kulisse einen ganz eigenen Charakter haben.
Seit 1997 wird auf die Nutzung des Rohstoffes Holz in diesem Naturschutzgebiet verzichtet und der Wald sich selbst überlassen. Heute beherbergt der Saarkohlenwald unter anderem den „Urwald vor den Toren der Stadt“. Bereits jetzt lassen sich die ersten zurückgekehrten Wald- und Auenarten besuchen, die vom Erfolg des Projektes zeugen. Lehrgänge für Jung und Alt runden ein pädagogisch aufgelegtes Besucherprogramm ab und sollen zu einem neuen, natürlichen Verständnis von Natur und Wald beitragen.
Eine weitere Besonderheit ist der brennende Berg, der sich im Saarkohlenwald befindet. Hier schwelt ein im 17. Jahrhundert in Brand geratenes Kohleflöz noch immer im Inneren des Berges, bis heute zeugen schweflig riechende Rauchfahnen vom Brandherd. Schon Goethe war seinerzeit von diesem Naturschauspiel beeindruckt.


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